Es wird mir ja auch nicht leicht gemacht. Axel, Alex, Andreas. Auf dreißig Mitarbeiter scheinen nur ein halbes Dutzend Namen zu kommen. Immerhin kann ich die Leute in meinem Bürozimmer auseinanderhalten. Aber kaum gehe ich ins Nachbarzimmer fängt es schon an. Rudi? Hubi? Juri? Spitznamen machen es nicht unbedingt leichter. Und von den Leuten, die vorne in der FiBu sitzen, wollen wir gar nicht erst anfangen, geschweige denn von den Dependencen in den anderen Städten.
“Vielleicht interessiert du dich nicht für Leute”, heißt es dann. Aber würde ich dann nicht auch die Gesichter vergessen? Außerdem: Selbst in den spannendsten Büchern komme ich manchmal durcheinander. War John jetzt der Bösewicht oder Jack?
Vielleicht sollte ich mich mal untersuchen lassen. Ein Röntgenbild meines Hirns. Vielleicht würde der Arzt — wie hieß er doch gleich? — mir dann ein tiefes schwarzes Loch zeigen, in dem all die Alex’ und Axels verschwinden. Und dann würde er mir sagen, wie der heißt, der Defekt, den ich habe. Aber den Namen würde ich auch gleich wieder vergessen.
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