Wieder eine mit dem The Wire-Virus infiziert: Anke Gröner.
Jürgen Albertsen
Monat: März 2008
Von Messen und Messern
Ich war noch nie nur als Besucher auf einer Messe. Nur als Standpersonal oder ausrastender Vorleser (Achtung, Ironie!). Und das auch nur dreimal: Einmal auf der CeBIT (ca. 1996), einmal auf der ObjectWorld Frankfurt (ca. ein Jahr später) und einmal auf der Lepiziger Buchmesse (letztes Wochenende).
Auf jeder dieser Messen habe ich etwas wichtiges gelernt.
Auf der CeBIT, dass man niemanden trauen sollte, wenn er sagt, “Ich bring uns auf die beste Party der Messe”, und dass ein Anzug nicht für drei Tage reicht, schon gar nicht, wenn es dann doch mit der ein oder anderen Party klappt.
Auf der ObjectWord, dass man einen 7,5-Tonner schieben kann und selbst dann noch zu Verkaufsgesprächen in der Lage ist, wenn man bis morgens um vier aufgebaut hat und die Nacht mit dem Kollegen in einem Doppelbett verbringen musste, weil der Chef zu knausrig für ein Einzelzimmer war (außer für ihn natürlich).
Auf der Leipziger Buchmesse schließlich, dass ich wesentlich entspannter vorlesen und ausraten kann (Achtung, Ironie!), wenn es sich nicht um meine Geschichte handelt und ich zudem nicht allein auf der Bühne size. Und dass die Leute im Literaturbetrieb genauso irre sind wie die im IT-Business. Nur haben sie wesentlich mehr Humor.
Weimar sieht ein bisschen aus wie ein sehr leeres, sehr herausgeputztes Salzburg. Aber es ist schön, wirklich. Und man könnte fast den Eindruck haben, dass Goethe dort gewohnt hat…
Hell’s Bells und ich auf der Leipziger Buchmesse
Am 16.3. präsentiert der Poetenladen-Verlag die Anthologie Hell’s Bells auf der Leipziger Buchmesse mit einer szenischen Lesung von Henrikes Theaterstückchen. Und weil ich zu dem Buch auch eine Geschichte beisteuern durfte, bin ich dabei. Und spiele eine Leiche. Oder so.
Hell’s Bells
Jetzt erschienen: Die Anthologie Hell’s Bells im Poetenladen-Verlag. Sie enthält 15 Krimi-Kurzgeschichten, u.a. von Norbert Horst und Henrike Heiland. Sogar ich bin dabei, mit einer Geschichte namens Ein Platz bei ihr im Grab.
Hier die Details:
Christiane Geldmacher (Hg.)
Hell’s Bells
Kriminalgeschichten
poetenladen, Leipzig 2008
176 Seiten, 13 Euro
broschiert
ISBN 978-3-940691-02-6
Kaufen kann man es bald entweder beim Poetenladen direkt oder natürlich überall im Buchhandel.
