Ruth Rendell

Nachdem ich von Barbara Vine’s A Dark-Adapted Eye und The House of Stairs so begeistert war, habe ich jetzt auch eines ihrer Bücher unter ihrem richtigen Namen Ruth Rendell gelesen, nämlich End of Tears. Vielleicht mag es ja daran liegen, dass mich der klassische Polizeiermittler-Krimi mittlerweile ein bisschen anödet (zuviel Noir gelesen, wie’s scheint) oder dass Frau Rendell mit den Jahren schlechter wird, aber auch wenn ich mich tapfer durch das Buch hindurchgekämpft habe, hat es mich doch über weite Strecken gelangweilt. Die Charaktere sind zwar alle sehr liebevoll gezeichnet, aber die Handlung ist doch arg konstruiert, und den endlosen Monolog des Inspectors, der uns noch einmal alles erklärt wie weiland Hercule Poirot hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ich bleibe bei denen frühen Vine-Büchern.

Kommentare 5

  1. Trejorin :

    Lies doch mal Robert Crais, z.B. L.A. Requiem.
    Da wird nicht so viel gequasselt.

    12 Feb 2008 um 14:29
  2. anobella :

    ruth rendell kommt ü-ber-haupt nicht an barbare vine ran. barbara vine lässt die dinge unausgesprochen und viele leerstellen … ruth rendell habe ich nach ein paar seiten aufgegeben.

    13 Feb 2008 um 12:39
  3. henrike :

    neinnein, das stimmt so auch nicht. die polizeibücher sind ganz ok, wenn auch ein bisschen schnarchig, aber gut geschrieben. dann hat sie aber, bitte beachten, unter ruth rendell ebenfalls psychologische thriller geschrieben.
    ABER: die qualität schwankt auch da entsetzlich, und ich habe - ganz recht, albertsen - das gefühl, sie wird alt. also, natürlich wird sie alt, sie IST sogar alt, aber irgendwie… da ist eine mäßig interessante grundidee und die wird dann ausgewalzt, dabei ist es so vorhersehbar, naja.
    vielleicht tut ihr die enge freundschaft mit p.d. james nicht gut. die ist noch älter und seit ein paar büchern noch uninspirierter.
    ansonsten: schimpft nicht soviel über den guten alten englischen krimi, gell?

    04 Mrz 2008 um 01:53
  4. glam :

    der neue vine-krimi kommt ende august. sehr schön von ihr auch “asta´s book”, “brimstone wedding” und “no night is too long”. in allen büchern geht es nur vordergründig um kriminalfälle, letztlich dreht sich alles um schuld und sühne. brimstine und asta haben sogar noch eine art feelgood-effekt. no night ist düsterer und härter.

    07 Mai 2008 um 18:00
  5. albertsen :

    Feelgood ist ja eher nicht so mein Ding. No Night also dann eher mein Fall.

    08 Mai 2008 um 09:07

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