Vielleicht ist das alles gar nicht wahr, aber die Legende geht so: Keiner kennt seinen Namen. Nur seine Familie und genau fünf andere Leute wissen, dass er Musik macht. Er arbeitet nachts in seiner Wohnung in London, wenn die meisten schlafen und der Rest des Lebens um ihn herumfließt. Manchmal geht er in Clubs, stellt sich ganz nach hinten und hört dem DJ zu, sieht den Tanzenden zu, im Nebel und im flackernden Licht. Wenn er nach Hause geht, allein, hallen die Beats in ihm nach, gebrochene Beats, und diesen Nachhall nimmt er mit nach Hause, vermischt ihn mit dem Geräuschen von klirrenden Schlüsseln, zischenden Projektilen aus Computerspielen, mit Stimmfetzen und Gesang mit einem überirdischen Soul. Was dabei herauskommt, nennen Experten Dubstep, aber so einig sind sie sich nicht, sagen dann, es ist “mehr als das”, aber am besten kann man die Musik empfinden, wenn man sich eine unendliche Stadt vorstellt und eine unendliche Nacht und eine unendliche Fahrt alleine im Bus durch den Regen.
Jürgen Albertsen
…erzählte früher mal hier.
Kommentare 2
mach mich nur neidisch. Ich warte seit Wochen auf die Auslieferung. Ja, ich kaufe CDs und keine MP3s, weil ich so fürchterlich altmodisch bin.
04 Feb 2008 um 16:25 ¶Ich kenne Leute, denen sind sogar CDs zu neumodisch.
04 Feb 2008 um 16:52 ¶Neuer Kommentar