eBooks

Amazon bringt jetzt ein eBook-Gerät heraus, und nach all den gescheiterten Versuchen anderer Anbieter könnte es wirklich Erfolg haben.

Ich will hier gar keine romantisierende Diskussionen vom Zaun brechen, à la: “Wo bleibt da die Haptik? Liebt ihr es nicht auch, über die Rücken gelesener Bücher im Regal zu streichen und immer mal wieder eines herauszuziehen und die Lieblingsstellen nachzulesen?” Und ich will auch gar nicht orakeln, dass der Literatur dasselbe droht wie der Musik: Raubkopien, Umsatzrückgang, Tod.

Ich könnte mir sogar vorstellen, so ein Gerät zu kaufen — um darauf Fachbücher zu lesen. Denn in einem eBook kann man suchen, man kann den Inhalt schnell und einfach aktualisieren und wegwerfen (was gerade bei Computerbüchern wichtig ist).

Aber, nur so als Beispiel, könnt ihr euch vorstellen, so ein Ding mit zum Strand zu nehmen? Es versagt schon bei 35°. Spanien im Hochsommer scheidet also aus, mal davon abgesehen, dass das Display noch so gut sein kann, in der Sonne wird es blenden. Oder in der Badewanne: Da müsste ich ja ständig Angst haben, dass es mir ins Wasser fällt.

Ihr seht: Es gibt also nicht nur nostalgische Gründe dagegen.

Manche führen ja dar Argument ins Feld, dass durch einen eBook-Reader keine Bäume sterben müssen. Wohl wahr. Aber so lange ich an einer beliebigen Schwabinger Straße mehrere Porsche Cayennes, BMW Z4 und Mercedes SLK parken sehe, finde ich in dem Zusammenhang das Argument “Verschwendung” einfach absurd.

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