“Dying is a bit like writing a letter to Santa. Unless you’ve been a good boy or girl, you’re fucked.”
Jürgen Albertsen
Monat: November 2007
The National: Mistaken for Strangers
You get mistaken for strangers by your own friends
When you pass them at night under the silvery, silvery citibank lights
Arm in arm in arm and eyes and eyes glazing under
Oh, you wouldn’t want an angel watching over
Surprise, surprise they wouldn’t wannna watch
Another uninnocent, elegant fall into the unmagnificent lives of adults
Ich bin ja wirklich kein militanter Nichtraucher, aber ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich am Morgen nach einem Kneipenbesuch nicht meine ganzen Klamotten in die Wäsche schmeißen muss.
Google Earth als Recherche-Werkzeug
Lange Zeit habe ich Adressen und Orte für meine Projekte irgendwo in einem Dokument gesammelt. Bis ich auf das Naheliegende kam: Google Earth zu benutzen. Dort kann man nämlich unter “Orte” einen Ordner alegen und Marken hinzufügen. Und das geht so:
Eine Adresse anfliegen, dann: Im Menü “Hinzufügen” “Ortsmarke” auswählen.

Im Dialog eine sinnvolle Beschreibung eingeben.

Und das ganze erscheint dann im Bereich “Orte”.

Doppelklickt man hier einen Eintrag, so fliegt man direkt diese Ortsmarke an.

Zugegeben, das sind keine revolutionären Erkenntnisse. Aber wenn man kurz einmal nachsehen will, wie die Straßen in der Umgebung einer Adresse heißen oder welchen Weg man von A nach B geht, ist es extrem hilfreich.
Andorra besitzt kein Militär, die Landesverteidigung ist Aufgabe von Spanien und Frankreich. Der Wehretat von 1962 betrug (umgerechnet) zehn Euro, um Platzpatronen für feierliche Anlässe zu kaufen.
Provozieren in München, leicht gemacht
Wenn es Weißwurst gibt, mache ich immer denselben Witz: “Habt ihr auch Ketchup?”
Nein, das ist nicht lustig, wohl aber die immer gleiche Reaktion aller aufrechter Münchner: “Banause! Saupreiß! Ihr Norddeutschen…” (großes Kopfschütteln)
Da kann man sich fragen, wie es wohl um eine Stadt bestellt sein muss, deren ganzer Stolz Kalbfleischbrät ist, das man aus Schweinedarm rauszuzeln muss…
eBooks
Amazon bringt jetzt ein eBook-Gerät heraus, und nach all den gescheiterten Versuchen anderer Anbieter könnte es wirklich Erfolg haben.
Ich will hier gar keine romantisierende Diskussionen vom Zaun brechen, à la: “Wo bleibt da die Haptik? Liebt ihr es nicht auch, über die Rücken gelesener Bücher im Regal zu streichen und immer mal wieder eines herauszuziehen und die Lieblingsstellen nachzulesen?” Und ich will auch gar nicht orakeln, dass der Literatur dasselbe droht wie der Musik: Raubkopien, Umsatzrückgang, Tod.
Ich könnte mir sogar vorstellen, so ein Gerät zu kaufen — um darauf Fachbücher zu lesen. Denn in einem eBook kann man suchen, man kann den Inhalt schnell und einfach aktualisieren und wegwerfen (was gerade bei Computerbüchern wichtig ist).
Aber, nur so als Beispiel, könnt ihr euch vorstellen, so ein Ding mit zum Strand zu nehmen? Es versagt schon bei 35°. Spanien im Hochsommer scheidet also aus, mal davon abgesehen, dass das Display noch so gut sein kann, in der Sonne wird es blenden. Oder in der Badewanne: Da müsste ich ja ständig Angst haben, dass es mir ins Wasser fällt.
Ihr seht: Es gibt also nicht nur nostalgische Gründe dagegen.
Manche führen ja dar Argument ins Feld, dass durch einen eBook-Reader keine Bäume sterben müssen. Wohl wahr. Aber so lange ich an einer beliebigen Schwabinger Straße mehrere Porsche Cayennes, BMW Z4 und Mercedes SLK parken sehe, finde ich in dem Zusammenhang das Argument “Verschwendung” einfach absurd.
Policía española
Das hat man nun davon, wenn man recherchiert. Dann findet man raus, dass es in der Stadt, in der der Roman spielen soll (Barcelona nämlich), gleich vier Polizeien1 gibt:
- Guardia Civil
- Policía Nacional
- Mossos d’Esquadra
- Guardia Urbana
Und nicht nur genug damit, dass die alle unterschiedliche Zuständigkeiten haben, nein, die ändern sich auch noch dauernd, denn von Jahr zu Jahr kriegt die katalanische Polizei (die Mossos d’Esquadra) mehr übertragen. Auch Mord? Körperverletzung? Ich werd verrückt.
1 geht so der Plural?
Zu dick? Zu dünn?
Damit kommt Dieter Paul Rudolph prima um sein eigenes Lieblingsthema herum: 230 Seiten wird sein Buch haben und ist damit weder ein “schmales Bändchen” noch ein “dicker Schinken”. Menschenfreunde heißt es, im Herbst 2008 erscheinen und ist schon jetzt beim Meister selbst vorbestellbar. Glückwunsch!
Heim
Sigur Rós haben ein paar ihrer Lieder in akustischen Versionen aufgenommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das funktionert. Zu sehr waren für mich die Originale abhängig vom elektrischen Bombast, von den Effekten. Aber, oh Wunder: Schön sind sie geworden.
Die andere CD, Hvarf, ist jetzt nicht so orignell, aber Durchschnitt ist bei dieser Band ja auch schon was.
