MDR-Literaturwettbewerb

1.849 Einsendungen gab es. Da nicht unter den ersten sieben zu sein, kann man verkraften. Wenn man Verschwörungstheretiker wäre, könnte man sich wundern, dass die Finalisten etweder am Leipziger Literaturinstitut waren oder schon anderweitig Preise gewonnen haben, und das bei einem anonymen Wettbewerb. Aber das zu sagen hieße, nicht verlieren zu können, und es ist sicher ist es nur Zufall.

Anscheinend darf ich die eingereichte Geschichte noch nicht veröffentlichen, da sie immer noch die Chance hat, in die Anthologie zu kommen, aber so ganz verstanden habe ich das noch nicht. Ich mache mich da mal schlau.

Kommentare 3

  1. Herr Paulsen :

    Das Deutsche Literaturinstitut Leipzig generiert seinen ganz eigenen, literarischen Sound, dem sich kaum eine Literaturpreis-Jury entziehen kann. Die Absolventen der Schule sind allesamt in der Lage geschmeidige Texte mit einem tiefgründig-schwerwiegend klingenden Tenor zu schreiben. Was ich hier Sound nenne, bedeute eigentlich nichts anderes als Handwerk. Die Autoren des DLL erlernen ein Handwerk. Ich sage es ganz ehrlich, ich beneide sie darum. Nicht um die Preise, Stipendien und Buchverträge, sondern schlicht um ihr Handwerk, welches eine gewisse Sicherheit beim Schreiben gewährleistet, ein Grundgerüst auf das man vertrauen kann. Lesenswerte Erzählungen zu schreiben, wirklich etwas mitzuteilen, einen eigenen Stil zu finden, sprachlich und inhaltlich, das gelingt längst nicht allen Absolventen, so einfach macht es einem die Berufung des Schriftstellers dann doch nicht. Und ob sich das Preisgekrönte verkauft, steht auch noch mal auf einem anderen Blatt. Letztendlich entscheidet der Leser und in diesem Sinne wünsche ich Dir für Dein Buch reißende Absätze. Verdient wäre es.

    20 Apr 2007 um 09:17
  2. albertsen :

    Ich kann nachvollziehen, was du über das Handwerk meinst, allerdings kann dieses Handwerk auch eine Falle sein. Ich merke es an mir selbst. Ich habe mir eine bestimme Herangehensweise angewöhnt, bei der mich in letzter Zeit das Gefühl beschlecht, dass sie zu den immerselben Geschichten führt oder zumindest, wie du es ausdrückts, zu demselben Sound. Und immer derselbe Sound wird langweilig. (Wobei ich jetzt nicht gesagt haben will, dass dies auf die Finalisten des MDR-Literaturwettbewerbs zutrifft, auch nicht pauschal auf DLL-Absolventen.)

    20 Apr 2007 um 12:04
  3. Fritz Mauthner :

    Können wir nicht alle tichten
    so wöllen wir doch alle richten.

    30 Apr 2007 um 19:46

Neuer Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlich oder weitergegeben.
* = benötigtes Feld