Ballads of the Book

Ballads of the Book.jpgEs gibt zwei Schichten von Vorurteilen gegenüber Schotten. In der ersten, der oberflächlichen Schicht redet man von Männerröcken mit nichts drunter, Geiz und Dudelsack. In der zweiten, leidlich differenzierteren, von Schwermut, Selbstzerstörung und Trunksucht. Immerhin gibt es Schriftsteller, die über diese zweite Schicht schreiben und Musiker, die davon singen.

Das verdienstvolle Label Chemikal hat jetzt eben solche schottischen Schriftsteller und Musiker zusammengebracht. Erstere schreiben die Texte, letztere machen die Musik dazu.

18 Lieder sind es geworden. 18 Lieder übers Trinken, Schlägereien und zerbrochene Liebe und immer mit einer guten Portion grimmingen Humor: Ballads of the Book.

Bands wie De Rosa, Idlewild, Aereogramme, Musiker wie Aidan Moffat (Ex-Arab Strap), Norman Blake (Teenage Fanclub), Mike Heron (The Incredible String Band). Schriftsteller wie A.L. Kennedy, Ian Rankin und Lousie Welsh. Sie haben etwas Wunderbares geschaffen. Kein Kunstprodukt, sondern etwas Rauhes, Ehrliches, aber trotzdem Schönes.

So wie ihr Land, möchte man denken. Und scheiß drauf, wenn das ein Klischee ist.

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