Gebunden oder Taschenbuch?
Neue Bücher, die gerade erschienen sind und die ich unbedingt haben will: gebunden. Gleiches gilt für Bücher, die mir wichtig sind. Das Auge liest ja schließlich mit. Ansonsten Taschenbuch.
Amazon oder Buchhandel?
Soll ich ehrlich sein? Ich brauche den Buchhandel nicht. Ich muss mich fast nie beraten lassen, weiß immer genau, was ich will. Außerdem bin ich der typische Internetshopper. Ich kriege in Läden Platzangst (wobei ich es in Buch- und Musikläden noch am ehesten aushalte). Na klar will ich auch nicht, dass die Oligarchen die Welt übernehmen, und sicher tut mir irgendwann mein Egoismus Leid. Aber bis dahin…
Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen freiwillig und Eselsohr aus Versehen.
Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Zuerst einmal nach Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch und Katalanisch. Innerhalb der Sprachgruppen Belletristik (viel) und Sachbücher (wenig) zusammen, aber nach Autoren geordnet. Innerhalb der Autoren keine weitere Ordnung. Das kann ich dann gerade noch so überblicken. Reiseführer, Atlanten, Nachschlagewerke usw. haben ihren eigenen Platz.
Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Erst behalten, dann wegwerfen und später denken: Was?? Soviel hät’s bei eBay dafür gegeben?!
Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Da ich den Schutzumschlag sowieso nur kaputtmachen oder verlieren würde, nehme ich ihn während des Lesens ab und bringe ihn außer Gefahr. Nach dem Lesen kommt der Schutzumschlag wieder rum und verdeckt die Flecken, die ich mittlerweile auf dem Buch hinterlassen habe. Nur wenn bei gebrauchten Büchern der Schutzumschlag dermaßen abgegnibbelt ist, dass er nicht mehr schützen kann, schmeiße ich ihn weg.
Kurzgeschichten oder Roman?
Beides. Wobei ich Probleme habe, gute Kurzgeschichten zu finden, vor allem von zeitgenössischen Autoren. Jemand ein Tipp?
Sammlung oder Anthologie?
Meistens Sammlungen, aber nicht aus Überzeugung, sondern weil es sich so ergibt.
Harry Potter oder Lemony Snicket?
Snicket kenne ich nicht und von Potter habe ich nur den ersten Band gelesen. Fand ihn so naja.
Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Wenn das Buch gut ist, dann bis zum Ende des Kapitels. Oder des nächsten. Oder des übernächsten. Oder des ganzen Buches.
„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“
Ganz klar: Die stürmische Nacht.
Kaufen oder Leihen?
Kaufen. Immer. Leihen führt bei mir unweigerlich dazu, dass ich das Buch nicht lese und wieder zurückgebe oder dass ich das Buch lese und behalte.
Neu oder gebraucht?
Meistens neu. Autoren verdienen eh schon so wenig. Nur wenn ich nicht 100% von dem Buch überzeugt bin und natürlich wenn das Buch vergriffen ist, kaufe ich es gebraucht.
Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Zeitungen und Internet. In letzter Zeit viel durch Blogs, aber auch die Rezensionen bei Amazon. (Tipp: Immer die negativen Rezensionen lesen, die begründen meistens besser als die positiven. Dreht man die Argumente dann um und würde ihnen zustimmen, dann sollte man zuschlagen.)
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Cliffhanger in einem Roman? Kann mich nicht erinnern so etwas schon einmal erlebt zu haben. Offenes Ende: Ja, wenn es passt.
Morgens, mittags oder nachts lesen?
Abends und nachts in der Woche, auch nachmittags an Wochenenden und im Urlaub.
Einzelband oder Serie?
Es gibt Einzelbände mit Charakteren und Themen, mit denen würde ich mir eine Serie wünschen, und es gibt Serien, die wären besser nicht über den ersten Band hinausgekommen.
Lieblingsserie?
Ian Rankins Romane um Inspector John Rebus.
Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Francis Ebejer: The Maltese Baron. Ich habe das Buch in Valletta, Malta, gekauft, als ich dort Urlaub machte. Malta kann ich nicht gerade empfehlen, aber dieses Buch unbedingt. Allerdings scheint man es nirgendwo anders kaufen zu können als dort.
Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes. Obwohl ich auf kurz, knapp, präzise stehe, sind es dann letztendlich die Schmöker, die mich immer wieder umhauen.
Welches Buch liest du gegenwärtig?
Petros Markaris: Nachtfalter. Ich musste bei der SZ-Krimibibliothek zuschlagen.
Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Peter Høeg: Fräulein Smillas Gespür für Schnee. Bis auf die allerletzten zwei Seiten das perfekte Buch. Und tragisch, weil Høeg danach nie wieder etwas Anständiges geschrieben hat.

Es gibt zwei Schichten von Vorurteilen gegenüber Schotten. In der ersten, der oberflächlichen Schicht redet man von Männerröcken mit nichts drunter, Geiz und Dudelsack. In der zweiten, leidlich differenzierteren, von Schwermut, Selbstzerstörung und Trunksucht. Immerhin gibt es Schriftsteller, die über diese zweite Schicht schreiben und Musiker, die davon singen.