Monat: Mai 2006

Wie sehr sie gehorchen. Und wenig sie sich vorstellen können, dass es auch ein anderes Ziel geben könnte.

Berge im Kasten

Gestern abend die Vernisage zur Ausstellung Berge im Kasten im Alpinen Museum München…

…wie ganz anders dort das Publikum als auf anderen Vernisagen war. Braungebrannt, von der (Gipfel-?)Sonne wohlgemerkt, sich manchmal sichtlich unwohl fühlend im Smalltalkgewirr.

…und ich habe kapituliert, vor den Massen nämlich, die in den Ausstellungraums drängten und werde noch einmal, dann aber zahlend, hingehen und mir alles in Ruhe ansehen.

…die Alternative war nämlich eine reizende Unterhaltung mit reizenden Menschen. (Und dass mir keiner mehr sagt, die Umgebung sei unwichtig. Das Reizende wurde nämlich noch reizender dadurch, dass wir inmitten von blühenden Bäumen saßen und ich danach mitten auf der Isar über eine Brücke nach Hause ging.)

…am Ende dann die Zeit vergessen, zu hektisch gewesen und darum den Katalog dann doch nicht gekauft.

…1000 Dank für die Einladung an Naduweisstschon.

…es lohnt sich.

Allmählich bräuchte ich mal eine Liste, auf der alles notiert ist, was ich hier eigentlich noch so schreiben wollte.

Und: Endlich Chopin zu mögen. Endlich wissen, was guter Rotwein ist. Endlich teuren Whisky nicht mehr ausspucken wollen. Endlich die Codes verstehen. Und den Jazz, den kriegen wir auch noch irgendwann.

Lisa Neun hat recht. Wer hat einem bloß eingetrichtert, dass man für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen muss? Und am Ende mündet es darin, dass man denkt, dass dieser dicker Depri mit der Bierflasche, in der ungelüfteten Wohnung, der mit der Wampe, dass der es viel besser hat, weil ihm alles egal ist.

Etwas überraschend für mich, aber immer wieder gerne, erscheint eine Geschichte von mir in der aktuellen Ausgabe der Klivuskante. Bitte unterstützt die Herausgeber und bestellet zuhauf.

Eine Woche ohne Computer und ohne Internet ist eine gute Woche. Nicht nur trotz dessen, sondern auch gerade darum. Dabei heißt es aber nicht, dass ich mich mehr mit Papier beschäftigt hätte, auch wenn es eigentlich so gedacht war. Doch Fisch will gegessen, der Strand genossen und die Frage überdacht werden, warum Himmelsrichtungen eigentlich immer noch Grund für Vorurteile sind.

Ich könnte jetzt über die Bücher schreiben, die ich gelesen habe oder darüber, warum sich Schulklassen weniger verändert haben, als man uns weismachen will. Aber ich gehe jetzt lieber wieder Blätter im Wind anschauen und vertage mich wiederum auf später.