Monat: Mai 2006

Jetzt ist er da, der Vertrag, vorerst als PDF, für Rückfragen. Ein Zitat für den Klappentext muss ich finden, mich selbst porträtieren (in Text und wenn es geht auch noch in Bild). Was für ein seltsames Gefühl es ist, wenn man immer glaubte, das Geschäftsmäßige würde sich auf die Fabrik beschränken, das andere würde Hobby bleiben, trotz der Hoffnung, und jetzt steht es fest: Rotes Curry wird es heißen — nach dieser Geschichte, die so gut ankam im Wohnzimmer damals — und im Herbst erscheinen, im September wahrscheinlich und auch hier zu kaufen sein.

Noch nie einem Bären so nahe gewesen. Ein Tag länger und dann…

Menschen, die einander immer duzen: Segler, Bergsteiger, Internetagenturmitarbeiter.

Vier Tage, keine 100 Kilometer entfernt: Ein anderes Land, nur geduzt worden. Natur, Wein und am Ende schwere Beine.

Sieht nicht gut aus da draußen, aber so wolkenverhangene Gipfel: Das hat auch was.

Und ich sage immer: Unterschätzt mir die Zapfanlage nicht! Die richtige Biermarke ist nicht alles.

Vielleicht ist es wirklich so, dass alles mit der Zeit immer kleiner wird. Alles schrumpft und passt schließlich in einen einzigen Gedanken. Dann ist man tot.

Und — zack! — wieder einen Kommentator weniger.

dpr über Genres:

Jetzt haben Sie sich doch nicht so mit Ihrem Genre! Klar hab ich früher auch Edgar Wallace im Fernsehen geguckt, aber das war so – na ja, wie soll ich sagen – das war so, dass ich mir danach keinen Krimi mehr gekauft hab. Immer der gleiche Mist. Oder SciFi. Mich hat mal einer mit Perry Rodan traktiert und später ist er mir mit einem gewissen Lem gekommen, den sollte ich unbedingt lesen, ganz anders als der Perry. Aber doch auch nur Weltraum, oder?

Man möchte ihm zurufen: “Die Aufregung lohnt sich nicht”. So wird es für immer sein. Schon vor zwanzig Jahren musste ich “meinen” Stephen King verteidigen, heute wäre es eben Ian Rankin. Aber lassen wir sie reden, machen wir es uns lieber mit einem Buch gemütlich.

Andrea Maria Schenkel: Tannöd

Im Zweifelsfall ist die Niedertracht auf dem Land größer als in der Stadt, in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts allemal. Dieses Buch lässt die Niederträchtigen selbst zu Wort kommen, und sie reden über einen Mord an einer ganzen Familie.

Mehr möchte ich darüber gar nicht sagen — eine ausführliche Rezensionen gibt es von dpr. Nur eines: Es ist absolut lesenswert.

September

ISBN 3-939334-03-3

An dieser Stelle sollte eigentlich ein längerer Artikel über Elke Heidenreich, Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón und Handel der Gefühle von Leonardo Padura stehen. Leider habe ich mich in den Browser-Knöpfen verheddert und alles unwiderruflich gelöscht. Es sei jedoch gesagt, dass ich beide Bücher von ganzem Herzen empfehle und verweise auf je eine Besprechung von Liisa und dem Hessischen Rundfunk. Und Elke Heidenreich? Zu der komme ich vielleicht später noch einmal, aber nicht so, wie ihr denkt.

LKA

Nein, die Sakralräuber seien Einzeltäter, zumindest in Bayern. Organisiert? Nein. Kein Grund, die Kirchen zu verrammeln so wie in Spanien. Schlimmer sei da der Handel mit Ausgrabungsraubgut. Irak? Nein, eher Saudi-Arabien, Griechenland, Türkei. Wenn man etwas aufgreift, müsse man ja herausfinden, was das sei, und das gehe nicht ohne Listen. Und Listen, die gebe es im Irak nunmal nicht. Nicht mehr. Und dieser Dalí da, hätten wir gewusst, dass es eine Fläschung ist. Immerhin, nummeriert sei er und darum zuzuordnen. Wenn man mal bedenke, wieviel Dalí gemalt hat und wieviel Leute behaupten, einen Dalí zu beseitzen. Ein Problem sei das, ein echtes Problem.

Heute angekommen: Das Krimijahrbuch 2006 vom Nordparkverlag, mit Beiträgen u.a. von dpr und Ludger. Und es heißt nicht Jahr-Buch ohne Grund, denn soviel, wie dort drinsteht, braucht man ein Jahr, um… aber lassen wir das mit den schlechten Witzen. Sieht gut aus, liest sich gut an, ich freue mich drauf. (Und ich habe mir fest vorgenommen, ihre Rechnung schneller zu bezahlen als die von meinem Arzt.)

Blöd, wenn man nur ein Schlaglichtgedächtnis hat.