Das mit der Stimme eines Autoren ist so eine Sache, insbesondere wenn man ihn in einer Lesung gehört hat. Horsts Stil kommt dem gesprochenen Wort so nahe, dass man seinen Tonfall die ganze Zeit im Ohr hat, wie man liest. Das hat sicher auch damit zu tun, das Horst etwas besitzt, das für einen Autoren, zumal einem Krimiautoren selbstverständlich sein sollte: Exzellente Beobachtungsgabe. Er ist selbst Kommissar und versteht es ganz verzüglich, die Umgangssprache zwischen den Beamten, das Büroklima und das deutsche Berichtsdeutsch wiederzugeben.
Der Fall: In einer stillgelegten Mine werden Blutspuren gefunden, die erst niemand so recht ernst nimmt, bis sich herausstellt, dass sie von einem Menschen stammen. Es folgt die typische Fleißarbeit der Polizei, die ein Autor mit weniger Talent sicher nicht so spannend geschildert hätte. Nur an einer Stelle tappt Hort in ein Dilemma: An der lakonischem Hauptfigur, dem Kommissar Kirchenberg, prallen zuviele Konflikte ab, als dass sie dem Buch zusätzliche Würze geben könnten. So ist dann der Roman an manchen stellen dann doch zu real geraten: So wenig die ganz großen Emotionen in der Wirklichkeit vorkommen, so wenig gibt es sie auch hier.
Kommentare 3
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01 Okt 2011 um 04:28 ¶gVINtP czsdtlezpurl
01 Okt 2011 um 17:14 ¶Gbde61 tdtmbtwenith
03 Okt 2011 um 13:56 ¶Neuer Kommentar