Die meistbenutzte Vokabel seines Wortschatzes heißt „Grundsteuerveranlagung“, er benutzt kaum Verben, sondern substantiviert geradezu manisch: „Die Hingebung der Frau an die Schwellung des Mannes erfolgte mit einer Stöhnung, die auf Beidseitigkeit der an der Begattung Beteiligten ihre Beruhung fand.“
Watching the Detectives: Sex’n'Crime
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Erstellt 07. März 2006
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Dieser Satz vom Gernstl: “Glücklich sind die, die ihr Leben leben und nicht nur auf ein besseres Leben warten.” Wie man zu dieser Erkenntnis gelangt und warum sie nicht so banal ist, wie sie klingt: Seht euch den Film an.
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Erstellt 07. März 2006
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Tut mir leid, lieber Gernstl, aber wir können heute leider nicht zu dir ins Kino kommen. Irgend jemand hat da nämlich was falsch verstanden mit dem 1. März und dem meterologischem Frühling und so.
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Erstellt 05. März 2006
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Es gibt im Plattdeutschen diesen Ausdruck “Gewees”. Das heißt soviel wie “Tamtam”, aber irgendwie auch nicht, wie das bei Dialekten so ist. An “Gewees” muss ich in letzter Zeit ziemlich oft denken. Aus bestimmten Gründen.
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Erstellt 03. März 2006
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Ein Foto an einem EC-Automaten, der Täter im Schal verhüllt. Der Gleichklang im Namen. Das genügt. Die Staatsanwaltschaft eröffnet das Verfahren. Er habe in schwulen Chats Männer kennengelernt, diese gef*ckt und danach ausgeraubt. Ja, er geht auf die Wache, und dann: Nein, die Polizei könne sich auch nicht vorstellen, dass er der Täter sei. Aber die Bestätigung, dass sie Ermittlungen eingestellt seien? Die würde noch etwas dauern.
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Erstellt 03. März 2006
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Wenn ich mich für etwas leidenschaftlich bis zur Besessenheit interessiere, dann will ich alles darüber herausfinden und es selbst machen. Bei Computersoftware hat das geklappt, bei Musik mangels Talent überhaupt nicht. Und bei Literatur?
Stephen King ist schuld. Als ich mit sechzehn alle seine Bücher verschlungen hatte, dachte ich: Das will ich auch können. Ich schrieb, fast täglich, aber machte den Fehler, den wahrscheinlich alle machen. Ich wollte genauso schreiben wie er. Vielleicht ist das nicht weiter verwunderlich, denn King hat diesen Spezialstil, der sich als Umgangssprache tarnt. Man setzt sich hin und denkt: Ich muss einfach nur so schreiben, wie ich rede, dann wird alles super. Statt dessen aber: Fiasko. Ein Satz peinlicher als der andere.
Dabei hätte ich auch in die Stilfalle von anderen Autoren tappen können. Raymond Chandler zum Beispiel. Oder Charles Bukowski. Dass ich die beiden jetzt gerade unmittelbar nacheinander gelesen habe, ist Zufall, aber sie haben miteinander und mit King eines gemeinsam: Diesen Spezialstil nämlich.
Dass niemand wirklich so redet wie bei Chandler, merkt man spätestens, wenn man Marlowes Sprüche im wirklichen Leben anbringt. Bukowski ist da schon näher dran, zumindest, wenn man übers F*cken redet, aber aus irgendeinem Grund ergibt am Ende seiner Geschichten alles einen seltsamen Sinn, in der Wirklichkeit passiert das nicht, schon gar nicht, wenn es ums F*cken geht.
Mit gefällt so etwas. Diese Unmittelbarkeit, auch wenn sie manchmal nur vorgetäuscht ist. Der Schmutz, die Niedertracht. Bukowski ist auf Dauer ein bisschen monoton, aber wäre ich wieder sechszehn, würde ich mich jetzt hinsetzen und Geschichten schreiben, die klingen wie er oder Chandler. Und wahrscheinlich grandios scheitern.
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Erstellt 01. März 2006
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