David Peace: 1974

Das Hinternet und das Krimiblog sind schuld. Kaum treibt man sich mal auf Spezialseiten rum, schon greift man auch zu Spezialbüchern, die der gewöhnliche Krimileser wohl kaum kennt. Aber woran liegt das? Nun, an diesem Buch gibt es nichts Schönes. Nicht dass es nicht gut wäre, ganz im Gegenteil, aber auf knapp 300 Seiten erzählt uns Peace von Korruption, Gewalt, Niedertracht und benutzt jede Menge Schimpfwörter. Helden gibt es keine, nur Schurken. Selbst mit verhandlungssicherem Englisch wird das Buch kompliziert, denn auch wenn Peace sein Stakkatto nicht ganz so reduziert wie Ellroy, stößt man schon mal an seine Grenzen. Dafür hat man jede Menge F*ck und Sh*it, vielleicht ein bisschen zuviel. Und das Ende hätte ich mir persönlich etwas weniger alles erschlagend gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.

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