Monat: Februar 2006

Generation. War das nicht mal eine Zeitspanne von rund 25 Jahren? Und keine Zeitung, Automarke oder Lied? Lebensgefühl, oh Mann!

Aha, Noir ist das also, was ich da gerade schreibe.

Zum letzten Mal überarbeitet. In Reihenfolge gebracht und drei Titelvorschläge gemacht. Weggeschickt. Jetzt liegt es beim Verleger. Wenn alles gut geht, erscheint es bald, mein erstes Buch.

Die Untersuchung bräuchte ich. Und natürlich hat er die Apparate da. Und natürlich bin ich Privatpatient.

So sieht es aus hier ab jetzt

Die Erzählungen sind weg, werden aber wiederkommen. Ein paar davon auf Papier, andere an dieser Stelle. Im Maschinenraum hat sich auch einiges getan: Hier läuft jetzt Wordpress statt Nucleus. Die Kommentare sind bei dem Umzug leider verlorengegangen, aber wenigstens alle Einträge habe ich gerettet. Newsletter und Kontakformular fehlt noch, aber draußen schneit es, und der Februar ist noch lang.

Alles weggeworfen, noch einmal neu angefangen. Die Perspektive muss stimmen. Und der Ton. Der Ton ganz besonders.

Joseph Conrad: Herz der Finsternis

Kann man einen Roman schreiben, der gleichzeitig rassistisch ist und die Koloniepraxis Europas kritisiert? Joseph Conrad konnte es. Sein Afrika ist nicht romantisch, sondern bedrohlich und fremd. Fast alle Schwarzen sind Wilde, und alle Weißen sind korrupt. Die Schwarzen sind nah am Lebensurpsrung dran, so wie es auch Tiere sind, während die Weißen in ihrer Zivilisation verlernt haben, die Wahrheit der Natur zu sehen. Und überschreitet einer von ihnen die Grenze — in diesem Falle ein Karrierist namens Kuntz — so muss er zurückgeholt und vor sich selber gerettet werden.

Auf diese Weise balanciert Conrad auf einem ganz schmalen Grad. Er lässt keinen Zweifel daran bestehen, dass die schwarze und die weiße Welt nicht zusammenfinden kann, aber andererseits ist für ihn die weiße Welt verderbt, während die schwarze noch derart primitiv ist, dass sie noch gar keine Vorstellungen über Moral hat entwickeln können. Was besser ist, lässt er offen. Im Zweifelsfall weder das eine noch das andere.

Für alle Münchner und Englischleser: Heute am 1. Februar 2006 eröffnet die Munich Readery (siehe auch Toytown Munich), ein Laden für gebrauchte Bücher in Englisch. Es ist ein sehr hübsches Geschäft, und wenn die Auswahl und die Beratung so gut ist wie die Besitzer liebenswert sind, kann nichts schief gehen. Wir sehen uns.

Jetzt wird es ernst. Anfang nächster Woche gehen sie raus: 12 Geschichten an den Wittaverlag für ihre Reihe 12-Ender. Fragt mich noch noch nicht nach Erscheinungsdatum, fragt mich noch nicht nach dem genauen Preis (mehr als 10 € werden es aber wohl nicht). Ich halte euch auf dem Laufenden.