Ian Rankin: Fleshmarket Close

Ian Rankin ist ein Phänomen. Wie er es schafft, jedes Jahr ein neues Buch seiner Serie um Inspektor Rebus zu veröffentlichen, ohne dass jemals die Qualität darunter leidet, ist mir ein Rätsel. Auch diese Folge ist wieder ganz hervorragend: Ein kurdischer Abschiebekandidat wird in einer Plattenbausiedlung erstochen, und es liegt nahe, dahinter Rassenhass zu vermuten. Gleichzeitig findet ein Bauarbeiter zwei Skelette im Keller eines Pubs. John Rebus und seine Partnerin Siobhan Clarke beginnen zu ermitteln.

Rankin gelingt es, einen komplexen Plot zu weben, bei dem am Ende alles ineinander greift, ohne dass es jemals konstruiert wirkt. Dabei ist sehr angenehm, dass er das Geschehen nicht ausufern lässt: Keine Serienmörder, keine Weltverschwörungen. Abzüglich einiger dramatischer Zugeständnisse ist alles auch in der Wirklichkeit denkbar. Und das liegt nicht zuletzt an den Charakteren, mit denen bekanntlich jeder Roman steht und fällt.

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