Friedrich Ani: Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels

Aus der auf zehn Teile begrenzten “Süden und…”-Reihe mit dem Kommissar Tabor Süden in der Hauptrolle. Wie immer eine schöne Mileustudie aus dem München jenseits der Maximilianstraße, abseits von “Laptop und Lederhosen”. Ein Schuster ist verschwunden, vermeindlich unvermittelt, wie soviele, die sich plötzlich entscheiden abzuhauen. Und obwohl seine Frau die Polizei geholt hat, gibt sie kaum Antwort auf Fragen. Süden ermittelt im Viertel, im “Stüberl” und in einer Pension in Neuperlach. Er ist dabei lakonisch, aber auch melancholisch, verloren im Leben, allerdings ohne so entnervend weinerlich zu sein wie ein Wallander. Wie alle Romane aus dieser Reihe lebt auch dieser von der Tragik des ganz normalen Lebens, von der Erkenntnis über die zersetzende Kraft der Routine.

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