Harald Schmidt soll einmal gesagt haben, er habe dem Zynismus abgeschworen, weil einem der Zynismus so viele Türen verschließt. Wer sich nicht mehr begeistern kann, lernt nichts Neues mehr kennen. Er hat sich selbst nicht daran gehalten, aber er hat recht. Diese Sendung von Elke Heidenreich zum Beispiel. Natürllich könnte man ironisch lächeln über diese Missionierungswut, aber kann man nicht auch einfach die Liebe zum Lesen anerkennen? Ich lasse mir lieber etwas von einem Fan bejubeln, als mir wieder einmal erklären zu lassen, warum ich etwas nicht gut finden darf, auch wenn natürlich gleich wieder jeder hinter ihrer Attitüde Kalkül vermutet, nach dem Motto: “Wieviel kriegt sie dafür?”

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