Man kann auch beide Typen gutfinden: 1) Das Arschloch, das in unvollständigen Sätzen schreibt. Das mit der gleichen nachdrücklichen Lässigkeit Meinungen vernichtet, wie es uns schwärmend und keinen Widerspruch duldend seine Helden entgegenstößt. Das dabei doch allein von seinem Selbsthass getrieben wird und darum irgendwie unser heimliches Vorbild ist. 2) Der Duckmäuser, der weiß, wann Worte neuerdings nicht mehr zusammen geschrieben werden. Der uns leise seine Geschmackssicherheit vorseziert. Der uns wöchentlich, manchmal täglich Obskures as Herz legt, als hätte er es aus seinem Setzkasten geholt, sorgsam abgestaubt und es mit einem Seufzen in unsere Hand gegeben. Der natürlich die meiste Zeit des Tages hinter verschlossener Tür unter der Bettdecke verbringt und darum irgendwie unser heimliches Vorbild ist.
Jürgen Albertsen
…erzählte früher mal hier.
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